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Freitag, 18. August 2006
Schon fast in Borlänge...
... nun sitze ich hier in meinem Studentenzimmerchen in Falun und muss einfach mal feststellen, dass ich schon wirklich fast 4 Wochen hier bin!

Doch lasst mich erst einmal erzählen, was ich gestern abend erlebt habe. Da ging es nämlich ins Harrys. Das ist die "Szenekneipe" von Falun. Nun ja, eigentlich kann man es nicht als Kneipe bezeichnen, denn dadrin ist auch noch ein Restaurant und eine Disco! Das Fußballspiel war sehr nett dort anzuschauen, auch - oder besonders weil - die schwedischen Fans sehr schwach vertreten waren. Dafür ging es danach aber auf die Tanzfläche und ich muss sagen, hier ist musikalisch vor 10 Jahren die Zeit stehen geblieben ;) Aber den Schweden hat's gefallen...

Nachdem ich dann völlig, aber wirklich völlig durchnässt (ich bin in der vollkommenen Dunkelheit doch tatsächlich in die größte Pfütze gelaufen, die es da gab). Naja, auf alle Fälle hieß es denn für mich Koffer packen, denn heute (Donnerstag) hat mich der Stefan, der mich auch schon vom Flughafen hier abgeholt hat, mitsamt meinem Gepäck nach Borlänge gefahren. Dort habe ich dann meinen Schlüßel bekommen und in meinem neuem Zimmer meine Sachen abgestellt. Ich hatte gar keine große Zeit mich da richtig umzugucken, aber das Gebäude ist echt neu und alle Möbel sind von Ikea ;) Auch die Küche war echt schön sauber und ich glaube, ich werde mich dort wohl fühlen können!

Nähere Details gibt es dann, wenn ich morgen dort richtig einziehen werde, denn heute nachmittag wollte ich unbedingt nochmal nach Falun zurück, da wir hier ein großes Abschiedsessen gemacht haben. Jetzt löst sich das alles hier schon wieder auf...

Werde mich jetzt in dem leeren Raum hier schlafen legen, denn morgen früh um 7 wird mein Raum unter die Lupe genommen, ob ich denn auch wirklich nichts kaputt gemacht habe. Aber - mal abgesehen von einem Küchenteller - habe ich hier noch gar nicht rumgetrümmert. Da kann ich echt stolz auf mich sein :)

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Dienstag, 15. August 2006
Welterbe Falun - die Kupfermine

Heute war auf unserer Sight-Seeing-Tour durch Schweden die Kupfermine von Falun dran. Hier wird seit über 1000 Jahren (!) Kupfer abgebaut und deshalb ging es dann heute für uns 150 m unter die Erde zur Besichtigung des alten Bergwerkes.

Unten angekommen - mit totschicken Plastebeuteln um die Schuhe, orangen Regenkapes und leuchtenden Helmen - erwarteten uns kalte 7 Grad. Die sind hier allerdings zu jeder Jahreszeit. Unsere Führerin schickte uns durch dunkle, niedrige Stollen und steile Treppen von einer Höhle zur nächsten. Das war echt toll da unten und so interessant zu hören, wie man vor 500 Jahren Bergbau betrieben hat.

Als Nebenprodukt des Kupferabbaus entstand dann gleich mal das für Schweden so typische Faluröd und da man auch viele Ochsen schlachten musste - die Holzwände der Stollen wurden mit Lederriemen zusammengehalten - erfanden die aus Deutschland kommenden Bergleute auch gleich noch die Falukorv. Das ist eine schwedische Spezialität, so ähnlich wie Jagdwurst.

Trotz all der Werkzeuge und anderen Dinge, die da unten rumlagen, fällt es mir immer noch schwer, mir vorzustellen, wie die Arbeit dort unter Tage gewesen sein muss. Ich kann mir kaum vorstellen, wie man mit einer Fakel nur auf Leitern 600 m in die Tiefe steigt und dort bei 40 Grad Wände wegbrennt und Kupfer abbaut. Das muss ein furchtbar trostloser Job gewesen sein, so ganz ohne Sonnenlicht!

Leider wurde der Kupferabbau in der Grube 1992 eingestellt, da sich das hier einfach nicht mehr rentiert. So konnten wir nur erzählt bekommen, wie alles abgebaut wurde. Die Eindrücke, die ich habe, sind wirklich sehr beeindruckend und es ist glaube nicht möglich, dass alles hier wiederzugeben. Das müsst ihr euch schon selber anschauen...

Nun dann, drückt mir die Daumen für meinen Schwedischtest morgen und schreibt mal wieder ein paar Kommentare! Die Monologe sind so langweilig.

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Montag, 14. August 2006
Gävle und die Ostsee!?!

"Was mache man diesen Sonntag?" Diese Frage konnte ich leicht beantworten, denn es gibt hier zur Zeit eine sommarkortet, dass heißt man kann so ähnlich wie mit einem Thüringenticket drei Tage beliebig durch ein bestimmtes Gebiet mit allen möglichen Verkehrsmitteln fahren.

Also entschieden wir uns am Sonntag nach Gävle zu fahren. Das ist eine ca. 100.000 Einwohner (für Schweden) große Stadt, die westlich von Falun direkt an der Ostsee liegt. Gesagt, getan.

In Gävle angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die Stadt am Tag davor ein riesiges Fest erlebt hatte, und wir somit eine etwas verschmutzte Stadt zu sehen bekamen. Ich weiß, für Deutschland ist das nichts ungewöhliches, wenn mal ein bisschen Müll auf der Straße liegt, aber hier ist immer alles so gepflegt und ordentlich, dass es richtig ungewohnt für uns war, so eine Stadt zu sehen.

Trotz alledem war die Stadt sehr schön. Durch sie fließt ein Fluß direkt in die Ostsee. Außerdem gab es dort ein tolles Schloss und eine wunderbare Altstadt, die zwar nur noch sehr klein war, da hier vor ca. 100 Jahren fast alles abgebrannt ist, aber dafür war es dort umso gemütlicher.

Und wenn man einmal an der Ostsee ist, dann will man natürlich dort auch gleich baden gehen. Da Gävle allerdings ein Stückchen weg vom Strand liegt, entschieden wir uns, mit dem Bus an die Ostsee zu fahren. Wir stiegen also ein und als wir dann endlich nach einer halben Stunden Fahrt an unserer gewünschten Endhaltstelle ankamen, erwartete uns das hier:

Ihr könnt euch ja sicherlich vorstellen, wie enttäuscht wir waren, doch wir hatten einfach den Stadtplan nicht genau studiert und somit nicht mitbekommen, dass alles grau unterlegte "Industrie" bedeutet. So fuhren unverrichteter Dinge wieder schnellstens in die Stadt zurück, um dem eckligem Gestank der Chemiefabrik zu entkommen.

Leider reichte unsere Zeit nun nicht mehr, um mit dem richtigem Bus an eine ordentliche, badewürdige Ostseestelle zu fahren und so werde ich wohl wahrscheinlich dieses Jahr nicht mehr in der Ostsee baden gehen. Naja. Vielleicht ergibt sich ja doch noch was?

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Sonntag, 13. August 2006
Blaubeeren und Ludvika


Ludvika - das ist eine kleine Stadt ca. 80 km nordwestlich von hier und war unser gestriges Reiseziel. Und wie kommt man dahin? Natürlich: mit dem Zug. Nur, läuft das hier ein bisschen anders ab. Falun ist ja mit seinen 50.000 Bewohnern schon eine ziemlich große Stadt für Schweden und hat somit einen recht belebten Bahnhof, aber als ich die Bahnübergänge hier gesehen habe, konnte ich das einfach nicht glauben. Ich meine, ich hatte mich ja mittlerweile daran gewöhnt, dass die Übergänge für Fußgänger hier alle ohne Schranken sind und die Züge da immer nur laut hupen, aber das das auch im Bahnhof so ist, konnte ich echt nicht glauben. Hier mal ein Beweisfoto:



In Ludvika selber gab es außer einer alten Holzkirche, einer Fußgängerzone und - natürlich - dem traumhaftem See nicht viel zu sehen, allerdings fand dort gerade gestern ein Flomarkt statt, denn wir natürlich gleich in Angriff genommen haben. Die Second-Hand-Kultur ist hier in Schweden sehr ausgeprägt. (deshalb gibt es bei ebay auch so wenig - die verschleudern das aller lieber persönlich :)) Man packt also seinen Kofferraum oder seinen Hänger mit allem altem Krempel voll, den man nicht mehr braucht und dann gehts auf zum Flomarkt:



Und ich sage euch: Die verkaufen hier echt alles. Angefangen von Geschirr über Bücher, Kleidung, alte Wanderschuhe und Skier bis hin zu alten Radkappen, Äxten und sogar richtige Antiquitäten wie alte Webstühle und ganze Wohnzimmerschränke. Wirklich sehr interessant!



Außerdem haben wir uns gestern spontan entschieden mal - so richtig schwedisch - Blaubeeren im Wald zu sammeln. Der ist hier nur ca. 2 Minuten zu Fuß entfernt und dort gibt es wirklich Blaubeeren wie Sand am Meer. So viele Beeren, dass wir nach gut 70 Minuten Sammelarbeit zu zweit immer noch kein Stückchen Wald leergepflückt hatten. Das ist unsere kleine Ausbeute gewesen:



Die Hände sahen natürlich auch toll aus, aber ich sage euch: selbstgemachte Blaubeermuffins sind wirklich superlecker! Den Rest haben wir dann zu mehr oder weniger Blaubeermarmelade verarbeitet, die ich jetzt gleich mal zum Frühstück probieren werde...

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Freitag, 11. August 2006
Picknick und der Lars!


Also gestern hatte ich hier echt die Schnau... voll von dem dummen schwedischen Brot. Hier wird nämlich alle mit Zucker gebacken, auch das Schwarzbrot und davon hat man irgendwann mal echt genug. Also habe ich mich in die Küche gestellt und ein Brot gebacken. Oh, wie war das schön, mal wieder ein Brot ohne Zucker zu essen. Und wie das geduftet hat. Hmmh...

Nach einem ziemlich normalem Tag ging es gestern wieder nach Leksand und zwar zum Lars Winnerbäck. Das ist so ungefähr der schwedische Robby Williams. Er ist hier ziemlich bekannt und macht wirklich schöne Musik!

Doch bevor wir seine Musik hörten, mussten wir natürlich - wie fast alle Schweden - noch ein kleines Abendbrotpicknick machen. Super gemütlich. Direkt im grünen, den Lars schon fast vor Augen, saßen wir also da rum und haben so richtig schön geschlemmt.




Damit ihr auch mal mich seht. :)

Und gegen halb 8 ging es dann endlich los. Eine kleine Vorband, die voll die Kuschelmusik gespielt hat war auch da. Die Bühne war in einem Kessel aufgebaut und alle Leute saßen anfangs ganz gemütlich im Gras rum und haben dem Christian zugehört. Dazu gab es salziges (!) Popkorn. Fast wie im Kino.

Etwa eine Stunde später konnten wir dann endlich aufspringen und begeistert dem Lars (sprich: Larsch) zurufen: "Vi älskar Lasse!". Leider haben wir von den ganzen Texten nicht wirklich was verstanden, da der Lars auf schwedisch singt, aber unsere Lehrerinnen haben ja zum Glück mit uns seit dem ersten Tag seinen aktuellen Hit geübt! So konnten wir dann wenigstens das letzte Lied mitträllern. Nach immerhin zwei weiteren Stunden mussten wir uns dann aber auch leider wieder von ihm verabschieden. Naja, gesungen hat er trotzdem toll!

Hier noch ein Foto von ihm:

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Donnerstag, 10. August 2006
Midsommarvideos
Hallo!
Ich habe euch mal ein Video hochgeladen, wo ihr sehen könnt, wie toll es ist, wenn man hier um den Maibaum rennt. Es ist beides das gleiche. Ihr müsst mal gucken, welches bei euch besser läuft. Leider sind beide etwas verpixelt. Also viel Spaß dabei. Karo





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Midsommarfest in Leksand


Dalarna wird in jedem Reiseführer als die typischte Region Schwedens beschrieben und da wir nun einmal in dieser tollen Region unseren Sprachkurs haben, entschieden sich unsere Organisatoren, dass wir auch hier ein richtiges Midsommarfest erleben sollten (obwohl das traditionell am 24.06. gefeiert wird). Deshalb ging es heute auf nach Leksand an den Siljansee, da dieses Dorf besonders berüchtigt ist für seine tollen Midsommarfeste.

Doch bevor wir so richtig feiern durften, mussten wir erstmal zeigen, dass wir auch sportlich tätig sein können:



Deshalb fuhren wir in sogenannten Kirchbooten über den Siljansee:



Diese Boote heißen so, weil man vor ein paar Jahrhunderten sonntags immer mit dem Boot zur Kirche fuhr. Das war einfach die schnellste Fortbewegungsmöglichkeit, auch wenn das schon 3 oder 4 Stunden in Anspruch nahm.



Wir durften auf alle Fälle auch unser Glück versuchen und in so einem Boot rudern. Das war jätte-lustig und erstaunlicherweiße gar nicht mal soo naß, wie ich erwartet hatte.



Nach etlichen Fehlversuchen hatten wir dann auch langsam den Dreh raus. "Immer dem grünen Ruder folgen" war das Motto.



Doch leider mussten wir dann auch schon wieder an Land zurück um unser nächstes Ziel zu erreichen.






Danach ging es nämlich zu einer Handwerksschule, wo man Weben, Malen, Holzschnitzen und andere Künstlerein studieren kann. Gleichzeitig werden dort wie bei einer Volkshochschule Kurse angeboten. Ihr könnt euch ja sicherlich vorstellen, wie interessant ich das fand. Alles war sehr alternativ, individuell und mit viel Liebe gestaltet. Hier mal ein paar Impressionen:


Die Mensa bzw. das Restaurant

Bröd
Schwedisches Knäckebröd





Deckendekoration





Der "Webstuhlhörsaal"


Arbeitsmaterialien


Eine selbstgebaute Schaukel


Unser polnisches Pärchen


Ein Elefant


Pferde




Nach einer Führung dort ging es dann endlich auf zum Maibaum:



Den haben die Schweden nämlich von uns geklaut und dabei haben sie nicht mal den Namen geändert!

Traditionel ist man zum Midsommarfest Hering und Kartoffeln und was trinkt man? Natürlich - snaps.



Schön, was die EU so alles bezahlt, nicht war? Natürlich gab es auch Musik dazu. Das hier ist unser ganz privater Geiger:



Und hier seht ihr Til und unseren Ziehharmonikaspieler:




Der Geiger und Ziehharmonikaspieler haben uns gut mit Musik versorgt während ein weiterer Schwede uns erklärte, wie man alles um den Maibaum tanzen kann. Es ist wirklich mit der IKEA-Werbung zu vergleichen:


Tanzen um den Maibaum - Das ist ganz schön anstrengend. Wir sind da bestimmt eine Stunde um den Baum herumgerannt mit ringelreihe, Polka, Walzer und was die Schweden sonst noch so alles tanzen. Sehr spaßig, besonders wenn man vorher die ganzen Wodkaflaschen geleert hat :)


Ibo aus der Türkei


Sabine aus Deutschland

Zum Schluss des wunderschönen Tages waren wir dann noch im See baden und haben ein bisschen Leksands Innenstadt unter die Lupe genommen:





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Mittwoch, 9. August 2006
Triathlon!
Heute war ich fast ein Triathlet (für Kathi: ist das so richtig geschrieben?), denn zuerst musste ich mit dem Fahrrad zur Uni fahren und dabei ein supersteiles Bergchen erklimmen, danach sind wir dann zum See gejoggt und dort waren wir dann noch so richtig intensiv schwimmen. Bis zu einer kleinen Insel, die da ganz idyllisch mitten im See liegt. Einfach herrlich, das Wasser hier. :)

Nun tja, ansonsten gab es heute nicht viel neues und da ich morgen wieder einen langen, erlebnisreichen Tag haben werde, wo ich euch wieder superviel zu erzählen habe, reicht das wohl erstmal für heute.

P.S.: Für alle, die mal sehen wollen, wie das Leben eines Erasmusstudenten ist, wir haben heute den Film l'auberge d'espanol geguckt und der ist echt super lustig und trifft bis jetzt in vielem zu. Hihi.

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Dienstag, 8. August 2006
07. August 2006
Heute hatte ich mal zur Abwechslung wieder einen ganz normalen Montag: von 9 bis 16 Uhr Uni und dann schön an den See mit gemütlichem Abendbrot dort. Schön, wenn man so was schon als Alltag bezeichnen kann :)

Allerdings gab es einen großen Höhepunkt heute: ich habe endlich mein lang ersehntes Paket aus Deutschland bekommen. Das musste ich von der Post abholen und dann habe ich es ganz feierlich in meinem kleinem Zimmerchen ausgepackt. War fast wie Weihnachten. Und neben all den Sachen, die ich vergessen habe, und den ganzen Leckereien war auch
ein ganz schönes Foto von meinem Bruder mit drinne. Da habe ich mich sehr gefreut. Nochmal ein ganz großes Dankeschön.

Wo ich gerade beim Essen bin: Ich muss doch mal ganz laut sagen, wie sehr ich unsere tolle Jenaer Mensa vermisse. Und damit ihr mir das auch glaubt, habe ich hier mal ein paar Fotos von der "Mensa" hier gemacht:

Mensa1

Mensa2


Und so sieht dann mein leckeres Mittag aus, wenn ich früh zu spät aufstehe und es nicht mehr schaffe, mir ein Brot zum Mittag zu schmieren.

Mensa3

Naja, dafür sind die Abendbrote hier ja immer ganz toll und zum Mittag was kaltes ist auch OK ;) Ich will mich ja nicht beschweren.

Wir - die Franziska und ich - haben dann mal auf dem Rückweg vom See gleich noch die Spielplätze hier ausgetestet. Die sind nämlich total toll und liegen um die große Schule verteilt, die hier direkt neben dem Wohnheim liegt und das beste ist - allemannsrätten - jeder darf darauf und nichts wird abgeschlossen. Das heißt auch bewegungsfreudige Studenten, die sich hier nach sportlichen Herauforderungen sehen, sind willkommen - so wie wir:

Franziska
Franziska & ...

Ich
...ich.

Zum Schluß noch ein paar Impressionen vom See...

Sonnenuntergang1

Sonnenuntergang

... und der Umgebung:

Friedhofssonnenuhr
Das ist eine Sonnenuhr, die auf dem Friedhof steht über den wir jeden Tag zur Uni laufen.

Volvo
Die Schweden und ihre Liebe zum Volvo.

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Sonntag, 6. August 2006
Ein schöner Sonntag...
Heute ist mal wieder alles ganz anders gelaufen als geplant. Es fing schon beim Frühstück an: ich wollte in den Supermarkt über die Straße gehen und ein paar frische Brötchen zum Frühstück kaufen und da hatten doch die verrückten Schweden schon frühs halb elf alle Brötchen leer gekauft. Und das sind wirklich nicht wenige! Also musste ich mich dann doch mit Tiefkühlbrötchen zufrieden geben. Naja. Geschmeckt hat es trotzdem.

Nach einem sehr lustigem Frühstück, bei dem immer mehr Leute in der Küche auftauchten, so dass wir zum Schluß gar keine Sitzplätze mehr hatten, wollten wir uns dann eigentlich zu einem neuem See aufmachen und vorher noch zu einem kurzen Abstecher in die alten Kupfergrube. Dort waren heute nämlich alle Veranstaltungen der Feierlichkeiten im Rahmen von diesem Stadtfest hier. Da wir jedoch am Donnerstag so bitter enttäuscht wurden sind, weil da überhaupt nichts los war, wollten wir halt einfach nur mal neugierig sein.

Doch welch Wunder, die Schweden waren aus ihren roten Häusern gekommen und hatten sich doch tatsächlich alle in der alten Kupfergrube sehen lassen. Und nachdem uns auch noch ein kostümierter Führer, der aus Deutschland kam, erzählte, dass heute alle Museen für umsonst zu betreten seien, sind wir natürlich erstmal länger dort geblieben.

Aber vielleicht sollte ich euch erstmal erzählen, was es mit dieser Kupfergrube so auf sich hat? Hier wurde nämlich bis vor ca. 10 Jahren noch aktiver Bergbau betrieben und nun, da das Werk stillgelegt worden ist, hat man Falun zur Welterberegion erklärt und die Grube ist zu einem sehr lebendigem Museum umgebaut wurden. Als Abfallprodukt des Bergbaues wurde dann das für die schwedischen Häuser so typische "Faluröd" hier entdeckt. Nächste Woche werden wir dann dort noch eine Führung machen. Da kann ich euch dann sicherlich noch viel mehr erzählen!

Auf alle Fälle sind wir genau richtig zur Grube gekommen, denn auf dem Vorplatz fanden gerade mittelalterliche Tunierspiele statt. Die Leute hatten sich richtig verkleidet und sind mit ihren Pferden auf Hindernisse zugeritten und versuchten dabei, Sachen mit ihrer Lanze aufzuspießen etc. So wie man das halt aus den Filmen kennt. Ihr wisst schon.

Anschließend haben wir eine kleine Besichtigungstour gemacht. Dort gab es das älteste Krankenhaus von ganz Schweden (Man sahen die Geräte schrecklich aus. Gut das wir im 21. Jh. - bzw. 20. Jh. für die Schweden - leben). Außerdem fanden wir ein Wasserrad, dass 45 Meter hoch war. Wirklich sehr beeindruckend. Auch gab es ein großes Museum mit Videos vom Waldroden und andere interessante Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel Modelle von den Aufzügen des Bergwerkes.

Nachdem wir uns gut 2 Stunden - statt den geplanten 5 Minuten - bei der Kupfermine aufgehalten hatten, ging es dann endlich zum See vorbei an einer surrealen Moorlandschaft. Allerdings war der See nicht so toll zum baden, da hier der Seeboden als Ablageplatz für die beim Bergbau angefallene Schlacke diente! So sonnten wir uns dort nur ein bisschen und besuchten am frühen Abend noch eine andere schöne Badestelle.

Da ich ja nun schon 2 Tage hardcore mit meinem Fahrrad unterwegs war, muss ich sagen, dass es wirklich sehr gut fährt, allerdings ist der Sattel so hart, dass es sich schon anfühlt, als hätte ich blaue Flecken an meinem Allerwertesten. Naja, die Hornhaut kommt bestimmt bald :)

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